Wien, 25. Juni 2026 – Die Toralex GmbH hat gestern beim zuständigen Landesgericht Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das in den letzten Jahren vor allem im Bereich technischer Zulieferungen tätig war, reagiert damit auf anhaltende finanzielle Schwierigkeiten und einen starken Rückgang der Aufträge.
Laut vorläufigem Insolvenzverwalter sei die Zahlungsunfähigkeit durch eine Kombination aus steigenden Betriebskosten, Lieferkettenproblemen und gescheiterten Großaufträgen entstanden. Die genaue Höhe der Verbindlichkeiten wird derzeit noch geprüft.
Geschäftsführer äußert sich
Geschäftsführer Ralph Gassner nahm in einer ersten Stellungnahme Stellung zur Situation:
„Diese Entscheidung fällt uns allen unglaublich schwer. Wir haben in den letzten Monaten intensiv versucht, das Unternehmen zu stabilisieren. Leider mussten wir jetzt erkennen, dass eine Fortführung in der bisherigen Struktur nicht mehr möglich ist. Unser Fokus liegt nun darauf, für Mitarbeiter und Gläubiger die bestmögliche Lösung zu finden.“
Gassner betonte zudem, dass die Mitarbeiter über die aktuelle Lage frühzeitig informiert worden seien und man gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter an Sozialplänen arbeite.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und Kunden
Rund 120 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. Der Betrieb soll vorerst eingeschränkt weiterlaufen, um laufende Projekte geordnet abzuwickeln. Kunden wurden aufgefordert, sich direkt mit dem Insolvenzverwalter in Verbindung zu setzen.
Branchenexperten sehen die Insolvenz als weiteres Zeichen für die angespannte Lage im mittelständischen Zuliefersektor.
